BRENNSCHMERZEN
Chronische Brennschmerzen
Schmerzerkrankungen, die mit Brennschmerzen einhergehen, bzw. bei denen Brennschmerzen auftreten können:
1. Herpes zoster, postzosterische Neuralgie (Zosterneuralgie, Postzosterneuralgie)
2. Kausalgie (Komplexes regionales Schmerzsyndrom Typ II bzw. CRPS Typ II)
4. Zentrale Schmerzen - Thalamusschmerz
6. Schmerzen nach Querschnittlähmung
7. Morbus Sudeck, bzw. Sudeck-Syndrom
Zu den einzelnen Krankheiten:
1) Eine
Nervenschädigung oder
Nervenstörung
infolge einer Virusinfektion liegt bei der sog. postzosterischen
Neuralgie vor.
Vorausgegangen ist die
Herpes-Zoster-Erkrankung,
eine neurodermale (=
Nerven
und Haut betreffende)
Infektionskrankheit. Der Erreger ist der Her
pes-Varizellen-Virus.
Der Name
Zoster kommt aus dem Griechischen und
bedeutet „Gürtel“ entsprechend der gürtelförmigen Hautausbreitung am
Körperstamm. Aus diesem Grund wird die Krankheit auch als
Gürtelrose
bezeichnet.
Der
Herpes zoster
befällt überwiegend die
Nerven
segmente der unteren
Brustwirbelsäule,
seltener den
Gesicht
s-
(=
Gesichtsrose)
bzw. Kopfbereich (=
Kopfrose)
(Herpes
zoster ophthalmicus,
Herpes zoster oticus).
Die
Gürtelrose beginnt
mit juckenden Brennschmerzen im Bereich der befallenen
Nervensegmente und geht mit Sensibil itätsstörungen
einher. Schon die
Berührung der Haut
im befallenen Bereich verursacht starke
Nervenschmerzen
(eine sog.
Allodynie). Einige
Tage später bilden sich Hauterscheinungen wie rote Flecken, Pusteln und Papeln
aus. Diese sog. Effloreszenzen heilen in der Regel nach 2 - 4 Wochen ab und
normalerweise verschwinden dann auch die
Schmerzen wieder.
Wenn die Brennschmerzen die Hauterscheinungen
Zoster-Erkrankung
überdauern, meistens nach 4-6 Wochen, dann ist die Krankheit in eine
Zoster Neuralgie
((postzosterische
Neuralgie (PZN),
Postzoster-Neuralgie)
übergegangen. Der
Schmerz
bei der postzosterischen
Neuralgie wird von
den Patienten uneinheitlich beschrieben: anhaltend tief drückend oder als
Brennschmerzen, blitzartig einschießend, stechend und
brennend. Teilweise liegt wie bei der akuten
(= plötzlich einsetzende, heftigen)
Zoster-Infektion auch eine
Allodynie
(= Schmerzauslösung durch an
sich nicht schmerzhafte Reize, z.B. Kleidung)
vor.
Die Behandlung ist schwierig und sollte deshalb dem erfahrenen Schmerztherapeuten überlassen werden. Dauerschmerzen, auch in Form von Nervenschmerzen, erfordern praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren:
2) Nach einer
Nervenverletzung
kann es zu einer
Kausalgie,
neuerdings auch als
CRPS Typ II ((Komplexes
regionales Schmerzsyndrom Typ II) bezeichnet, kommen.
Das Krankheitsbild ist charakterisiert durch qualvolle, glühende
Brennschmerzen der betroffenen
Gliedmaße,
auslösbar oder verstärkt schon durch leiseste Berüh
rung (Allodynie)((evtl.
auch entfernter Körperstellen (Synästhesalg
ie)),
durch optische oder akustische Reize, Trockenheit (Xerosalg
ie),
Wärme, Affekte oder bloße Schmerzvorstellung (Sympsychalg
ie).
Meist bestehen ferner
Störungen der Durchblutung
und der Hauttrophik
(= Ernährungs-/Wachstumszustand der Haut).
Die Schmerzausbreitung ist unabhängig vom Innervationsgebiet
(= Versorgungsgebiet eines Ner
ven), erfolgt evtl. auch auf die gegenseitige Gl
iedmaße (Alloparalg
ie).
Im chronifizierten Stadium sind wiederholte Blockaden
(= Betäubungen)
des betroffenen Nervs mit einem langwirkenden Betäubungsmittel hilfreich,
optimal sind
kontinuierliche Blockaden mit Katheter
(= eingepflanztem dünnen Kunststoffschlauch). Letztgenannte Maßnahme sollte aber nur stationär (Schmerzklinik)
durchgeführt werden.
3) Metabol ische
(= stoffwechselbedingte) Störungen
oder Schädigungen verursachen Brennschmerzen bei der
Polyneuropathie. In der Praxis dominieren mit je einem Drittel der Fälle
die alkohol
ische
(alkoholische
Polyneuropathie) und die
d
iabetische
Genese (= Entstehung)
(diabetische
Polyneuropathie)(Neundörfer 1988). In unklaren Fällen ist
vor allem an exotoxische
(= von außen zugeführte Gifte betreffend)
Ursachen durch Medikamente (Vinca-Alkaloide, Nitrofurantoin u.a.m.) sowie
Gewerbegifte zu denken, daneben kommen endotoxische
(= Gifte die im Körper
selbst entstehen) (Porphyrie, Urämie)
und evtl. infekt
iöse Ursachen (Borreliose, Ehrlichiose
nach
Zeckenbiß bzw.
Zeckenstich) in
Frage.
Die Patienten klagen über anhaltende, chronische
Brennschmerzen im
Versorgungsgebiet peripherer
(= mehr oberflächlicher)
Ner
ven,
Parästhesien (=
Fehlempfindungen),
Hyperästhesien und
Hyperpathien (=
gesteigerte Berührungsempfindlichkeiten),
Druckschmerzhaftigkeit von Ner
ven
und
Muskeln sowie evtl.
über motorische (= die Muskelfunktion betreffende) Reizerscheinungen (Crampi) (Gerstenbrand et Rumpl 1988).
Charakteristisch sind socken- bzw.
hand schuhförmige
Sensibil
itätsstörungen
(= Störungen der Empfindlichkeit).
Die Behandlung dieser Nervenschmerzen bzw. Brennschmerzen erfolgt in erster Linie kausal, also der Ursache entsprechend: bei Diabetes mellitus Optimierung der Zuckereinstellung, bei Polyneuropathie Verzicht auf „Nervengifte“ wie z.B. Alkohol.
Symptomatische (= auf die Krankheitszeichen ausgerichtete)
Therapie bei
Polyneuropathie:
Thioctsäure (alpha-Liponsäure) führt zu einer Reaktivierung des
Multienzymkomplexes und möglicherweise zur Bindung diabetischer Ketone.
Neurotrope Vitamine
(= „Nervenvitamine“): Die mehr
oder weniger hochdosierte Verabreichung neurotroper Vitamine ist bei
Polyneuropathien
allgemein üblich. Leider führt diese Therapiemaßnahme in den wenigsten Fällen zu
einer Verbesserung.
Analgetika
(=
Schmerzmittel): Ein polyneuropa
thisch bedingter
Nervenschmerz ist
in der Regel durch
Schmerzmittel nur
schwerlich günstig zu beeinflussen. Am ehesten ist noch ein Effekt von zentral
wirksamen
Analgetika
(= Schmerzmittel die im
Rücken
mark / Gehirn wirken)
zu erwarten. Aus diesem Grunde ist es nicht möglich, ein sicher wirksames
Medikament zu empfehlen.
Eine Kombination aus Metamizol (z.B. Novalgin®) und Chinin soll relativ
zuverlässig schmerzlindernd sein. Ein Gemisch aus Uridin- und Dinatriumsalze (Keltican®)
kann versucht werden.
Gegen die
Schmerzen wirken am besten
sog. Antiepileptika
(= eigentlich Mittel gegen die
Fallsucht, aber auch bei Polyneu ropathie hilfreich). Als erste
Wahl gelten heute Gabapentin (z.B. Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®), als 2.
Wahl Carbamazepin (z.B. Tegretal®).
Wiederholte
Nervenblockaden: Die wiederholte
Blockierung (Betäubung) der korrespondierenden Nervenleitungen mit einem
langwirkenden örtlichen Betäubungsmittel (z.B.
Bupivacain) hat sich bei einem
Nervenschmerz sehr
bewährt. Dabei kommt es neben der (erwünschten) Hemmung der Schmerzreizleitung
gleichzeitig zu einer Blockade vegetativer (sympa
thischer) Faseranteile, woraus eine sehr
deutliche Mehrdurchblutung im korrespondierenden Gewebebereich resultiert, die
jedem entzündlich/degenerativen Prozeß nachhaltig entgegenwirkt. In
diesem Sinne ist diese Behandlung z.B. bei Polyneuropa
thie nicht nur symptomatisch, sondern
auch kurativ
(= auf die Ursache ausgerichtet).
4)
Beim
Thalamusschmerz handelt es sich um ein sog.
zentrales Schmerzsyndrom
(= das Gehirn betreffendes ..)
, ausgelöst durch Störungen oder Schädigungen in schmerzkontrollierenden Arealen
des zentralen Nervensystems (Thalamus).
Hauptursache ist ein
Schlaganfall (apoplektischer
Insult). Die betroffenen Patienten klagen in der Regel über heftige Ner
venschmerzen in der
herdgekreuzten Körperhälfte (Hemialgie
bzw.
Hemialgesie).
Die anhaltenden, mehrheitlich geklagten Brennschmerzen können
sich attackenartig verstärken. Teilweise liegt eine
Allodynie (= Schmerzauslösung durch an sich nicht schmerzhafte
Reize) vor. Fast regelmäßig besteht
eine
Hyperpathie (=
verzögerte Reizantwort, der Schmerz hält über Reizzeit hinaus an bei insgesamt
erhöhter Reizschwelle).
Bei der neurologischen Untersuchung findet sich eine
Hemiparese (=
Halbseitenlähmung)
mit meist guter Rückbildungstendenz.
Motorische (= die
Muskelkraft betreffende) Störungen
(Chorea (= sog. Veitstanz), Athetose (=
Haltungs-, Tonus- u.
Bewegung
sstörung))
kommen vor, ebenso die sogenannte Tha
lamushand nach Poeck (die
Finger sind im
Grund
gelenk
gebeugt und in den Interphalangeal
gelenke
n (=
Mittelgelenken) überstreckt, sie
zeigen eine Bewegungsunruhe; die Fehlstellung gleicht sich beim Auflegen der
Hand auf
eine feste Unterlage aus) und eine meist gering ausgeprägte Ataxie
(= funktionelle Störung der
Bewegungsabläufe).
Der Nachweis der zugrunde liegenden
Störung oder Schädigung ist durch Computertomographie, Angiographie
(= Gefäßdarstellung mit
Röntgenstrahlen) und
Kernspintomographie möglich.
Die Behandlung ist
selbst für den erfahrenen Schmerztherapeuten eine große Herausforderung.
Medikamentös kann Carbamazepin (z.B. Tegretal®)
(= ein Mittel gegen die
Fallsucht, aber auch bei Ner
venschmerzen
wirksam) in aufsteigender Dosierung bis zu 1500mg /Tag versucht werden (Swerdlow
1984). Gabapentin (Neurontin®) oder Pregabalin (Lyrica®) wirken oft besser.
Phenytoin (z.B. Epanutin®) soll ebenfalls schmerzlindernd sein (Cantor
1972). Teilweise sahen wir auch mit Baclofen (z.B. Lioresal®)
(= ein im Rückenmark / Gehirn wirkendes Mittel zur Muskelentspannung) eine günstige Wirkung. Ansonsten bleibt oft nur die Verschreibung von
Opiaten.
Teilweise können aber mit
der
therapeutischen Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw.
Lokalanästhetika) beachtliche
Erfolge erzielt werden. Nach Austestung mittels diagnostischer Blockaden
(Betäubungen) werden im Extrem
itätenbereich
(= Ar
me und B
eine) wiederholte
Plexus brachialis-, N. femoralis- und/oder Ischiadikusblockaden durchgeführt,
oft sind sie längerfristig nur in der kontinuierlichen
Form
mit Katheter
(= eingepflanztem dünnem
Kunststoffschlauch) erfolgreich.
Bei Mitbeteiligung des Gesichtes kommen wiederholte
Blockaden der betroffenen Trigeminusäste in Frage.
Angesichts eines "zentralen Schmerzes"
(= Schmerz, der im Rückenmark /
Gehirn entsteht) erscheint die
Durchführung von
Nervenblockaden zugegebenermaßen paradox. Wir haben jedoch festgestellt, daß
bei ca. 40-50% der betroffenen Patienten diese Therapie tatsächlich anspricht
und zu einer Schmerzlinderung führt. Möglicherweise wird durch die
zent
rale Läsion
(= Störung/Schädigung)
teilweise ein peripheres
(= mehr oberflächliches)
Schmerzsynd
rom herbeigeführt, vielleicht indem neurobiologische Mechanismen der
Perzeption (=
Empfindung, Wahrnehmung) durch das
efferente sympa
thische System
(= weggeleitete Erregungen im
unwillkürlichen Nervensystem) mehr
oder weniger ausgeprägt aktiviert werden. Für eine Beteiligung des sympa
thischen Systems sprechen auch die
Berichte von Loh et al. (1980) und Nathan (1980), wonach
Schmerzen in
Arme und
Beine nach
einer Störung/Schädigung des Zentralnervensystems
(= Rückenmark und Gehirn)
durch
Sympathikusblockaden beseitigt oder gelindert werden können. Da die
Nervenstämme ((besonders Plex
us brachial
is
(= Nervengeflecht des Armes)) auch
vegetative, sympa
thische Fasern mit sich führen, kann eine
solche Wirkung postuliert werden.
In diesem Zusammenhang ist
auch folgende Nachricht interessant, denn bisher ging man auch bei diesem
Schmerz von einer
zentralen (= im
Gehirn oder Rückenmark)
Schmerzentstehung aus:
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/266039.html).
5) Eine
Nervendurchtrennung
z.B. im Rahmen einer
Amputation (durch
Operation oder Unfall) kann zu einem
Phantomschmerz
(= Schmerzempfindung in einem Körperteil, der gar nicht mehr vorhanden ist) führen. Diese Ner
venschmerzen
treten meist unmittelbar nach
Amputationen auf.
Wir sehen jedoch immer wieder Fälle, bei denen sich
Phantomschmerzen
erst nach Jahren, in Ausnahmefällen sogar erst nach Jahrzehnten, einstellten.
Die Angaben zu Schmerzperiodizität und Schmerzqualität lassen kein einheitliches
Muster erkennen. Bei der Abfrage der Schmerzqualität dominieren Begriffe wie
"brennend" (Brennschmerzen), "schneidend" und "wie
eingeklemmt". Überwiegend wird ein attackenförmiger Schmerzverlauf angegeben,
wobei die
Schmerzattacken
minuten- bis tagelang dauern können. Bei fast allen Patienten mit
Phantomschmerzen
liegt eine klimatische Schmerzmodulation
(= Änderung des
Schmerzzustandes) vor.
Bei Ampu
tationen im Bereich der Be
ine stellen sich in der Regel später auch
behandlungsbedürftige Beschwerden an kontralateralen
(= gegenüberliegenden)
Gelen
ken und an der
Wirbelsäule ein,
bedingt durch unphysiologische
(= unnatürliche)
Dauerbelastungen.
Besonders bei anfallsartigen, einschießenden Schmerzen sollten zur Behandlung
Antikonvulsiva (z.B. Carbamazepin, Pregabalin oder Gabapentin)
(= Mittel gegen das
Anfallsleiden, aber auch bei bestimmten
Schmerzen wirksam)
versucht werden. Hin und wieder ist auch ein Therapieversuch mit Baclofen (=
Mittel zur Muskelentspannung)
erfolgreich.
Unterstützend (selten als einzige Therapie ausreichend) haben sich
schmerzdistanzierende
Antidepressiva
(= Mittel gegen Depressionen,
aber auch bei diesem
Schmerz hilfreich)
sehr bewährt. Wir bevorzugen Maprotilin und Doxepin.
Oftmals ist die
therapeutische Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel)
in Form von häufig wiederholten Ner
ven- und Leitungsbetäubungen
sehr hilfreich,
insbesondere
kontinuierlich mittels
eingepflanztem Katheter über 10-14 Tage.
PhantomschmerzenJournal of Neurophysiology).
6) Zent
rale (= das Rückenmark / Gehirn betreffende)
Störungen oder Schädigungen sind Ursache für Ner
venschmerzen nach einer
Querschnittslähmung.
Über den Mechanismus der Schmerzentstehung nach einer
Querschnittlähmung
ist wenig bekannt. Nach Thoden (1987) klagen 50% aller Patienten mit
verletzungsbedingten
Querschnittsläsionen
über störende Mißempfindungen unterhalb der Verletzungsstelle. Immerhin 27%
leiden unter Schmerzen, vorwiegend im Bereich der Be
ine. Häufig werden Brennschmerzen
angegeben. Teilweise treten auch krampfartige,
viszerale Schmerzen
(=
Eingeweideschmerzen)
im
Bauchraum
auf. Auch vom Verletzungssegment selbst können Schmerzen ausgehen, die oft auf
eine Instabilität zurückzuführen sind. Diese Instabilität kann chirurgisch
behoben werden.
Der Schmerzzustand nach einem kompletten Querschnit
t wird auch als
Deafferenzierungsschmerz bezeichnet.
Zur
Schmerzbehandlung bei einer
Paraplegie
(= Lähmung der B
eine)
kann die kontinuierliche perr
idurale (=
rückenmarknahe)
Blockade mit Katheter
(= dünner Kunststoffschlauch)
hilfreich sein. Die Einpflanzung des Katheters muß jedoch oberhalb des
geschädigten Segments erfolgen.
Bei Tetrapleg
ie
(= Lähmung der Ar
me und B
eine)
bedarf die kontinuierliche Per
iduralblockade oberhalb des geschädigten Segments wegen des erhöhten
Risikos einer strengen Indikationsstellung
(= Abwägung von Nutzen und Risiko).
Medikamentös können Carbamazepin oder Gabapentin bzw.
Pregabalin, Baclofen und schmerzdistanzierende
Antidepressiva sowie
Neuroleptika
(= Mittel das auf die Psyche wirkt)
versucht werden. Gegen die
unangenehme Spastik wirkt am besten Baclofen.
Falls bei oraler
(= über den
Mund verabreichte)
Gabe die Nebenwirkungen zu stark werden, kann die rückenmarknahe Verabreichung
mit eingepflanzter Pumpe (oder Port) in Erwägung gezogen werden.
7) Die Sudecksche Erkrankung erfordert regelmäßig eine intensive stationäre Schmerzbehandlung. Unbehandelt ist die Gefahr groß, daß es im weiteren Verlauf zu einer Behinderung kommt, da beteiligte Gelenke oft versteifen. Teilweise wird diese Erkrankung auch als Sudecksche Atrophie oder Sudecksche Heilentgleisung bezeichnet. Sehr hilfreich ist die therapeutische Lokalanästhesie mit einem lang wirkenden Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) in Form einer anhaltenden Nervenblockade (kontinuierliche Nervenblockade mit eingepflanztem Kathether über ca. 2-3 Wochen).
Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).
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